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Editorial

Editorial

Wenn die Augen das Fenster zur Seele sind, dann sind Reportagen das Fenster zur Welt. Reporterinnen und Reporter sind die Chronistinnen und Chronisten jener Gegenwart, die nicht auf den Frontseiten der Tagespresse verhandelt wird. Sie beleuchten das scheinbar Nebensächliche, das Unbedeutende, das Verborgene. Sie machen fremde Lebensrealitäten zugänglich und vermitteln uns die faszinierende und herausfordernde Vielfalt der Erde. Dies ist die grundlegende Voraussetzung für interkulturelle Verständigung, Toleranz und Respekt.

Oft sind Reporterinnen und Reporter auf schwierigem Gelände unterwegs, im Zweilicht des Unsagbaren und Ungesagten, im Dienst von Aufrichtigkeit und Aufklärung. In der Tradition der maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia, des slowakischen Journalisten Ján Kuciak und des saudi-arabischen Journalisten Jamal Kashoggi sind Reporterinnen und Reporter auch unerschrockene Seismographen und Anwältinnen, die uns mit ihrem Mut und ihrer Hartnäckigkeit Vorbilder sind.

Das Format der Reportage wird zunehmend zu einem unerlässlichen Wegweiser in dem immer grösser werdenden Meer von Fake News und tendenziös vermittelten Informationen. Dadurch werden sie zu einem wichtigen Garanten für funktionierende Demokratien.
Am Internationalen Reportagen Festival Bern werden Geschichten erzählt. Diese stammen aus Megacitys genauso wie aus und den entlegendsten Winkeln der Welt. Sie sind laut und leise, berührend, aufregend, erschütternd, heiter. Und alle sind sorgfältig recherchierte True Storys, ausgewählt von Jurys aus den 12 grossen Sprachregionen der Erde.

Werde Freund*in des Festivals! Sei Teil dieses globalen Resonanzraums erzählter Gegenwart und lass dich von Reportagen aus 30 Ländern dieser Welt bewegen und begeistern.

Herzlich willkommen!